Arztrechnung auch für Kassenpatienten
(pvh) Der FDP-Gesundheitsminsiter Philipp Rösler fordert, das auch gesetzlich Versicherte eine Rechnung von ihrem Arzt bekommen. In einem Gespräch mit der Tageszeitung “Die Welt” erklärte er, es sei durchaus sinnvoll das der Kassenpatient erfahre, was eine Behandlung koste.
“Die Patienten können eine große Nachfragemacht entwickeln, wenn sie das Wissen haben”, so Rösler. So sei ein wirkungsvoller Wettbewerb in dem Sektor möglich. Er will einen Weg vom Prinzip der Sachleistungen zur einer Kostenerstattung damit befördern.
Diese Anregung des Gesundheitsministers ist schon alt, nur die Lobby der Kassenärztlichen Vereinigungen (KAV) haben sich bisher dagegen gewehrt. Vielleicht auch deshalb, damit Betrügereien nicht auffallen oder Tarife einmal vom Patienten hinterfragt werden. Mit einer solchen Maßnahme würden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Es bleibt abzuarten, wie groß der Aufschrei der Ärzte  und Pharmakonzerne ausfällt.  Rösler widersprach auch dem Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe mit der Diskussion um Priorisierung von Behandlung bestimmter Krankheiten.  “Solange ich Gesundheitsminister bin, gibt es keine Debatte über Priorisierung.”, so Minister Rösler.
Starker Tobak für die Ärzte – hoffentlich hält der Minister durch. Fällig wären diese Änderungen schon lange.